3 Herzen / Rezension

„Die Unmöglichkeit des Lebens“

Die Unmöglichkeit des Lebens

Einzelband
Robin Stevenson, geboren in England, ist in Kanada aufgewachsen und hat bereits in vielen Teilen der Welt gelebt. Sie hat zahlreiche Kinder- und Jugendbücher verfasst und zehn Jahre lang als Beraterin und Sozialpädagogin gearbeitet. Inzwischen ist sie hauptberuflich Schriftstellerin und freie Lektorin. Quelle

Erster Satz: „Jeremy steht an der niedrigen Betonmauer, die sich über mehrere Meilen an der Kante der Sunshine-Skyway-Brücke entlangzieht.“

Klappentext:
»Zu Anfang war die ganze Selbstmordgeschichte nichts weiter als ein Spiel. Oder vielleicht nicht gerade ein Spiel, sondern eher eine Art Fantasie. Sowas wie ein makaberer Scherz. Ich würde es niemals zugeben – und jetzt schon gar nicht mehr – aber es hat tatsächlich irgendwie Spaß gemacht.«
Mit Jeremy kann Mel über Sinn, Schuld und Todesstrafe philosophieren. Mehr und mehr verliebt sie sich in diesen intelligenten, sensiblen Jungen. Der gemeinsame Selbstmordplan ist für sie nur ein romantisches Gedankenspiel. Doch für Jeremy ist es vielleicht der Ausweg aus seinen Schuldgefühlen…

Cover:
Das Cover finde ich passend zum Titel und auch passend zum Inhalt des Buches gestaltet. Es ist sehr schlicht gehalten. Vor einem Himmel sieht man, wie eine schwarz gehaltene Person hinabfällt. Groß darüber ist der Titel zu lesen. Ich finde, dass es gerade mit seiner Schlichtheit ganz viel ausdrückt und dadurch perfekt zum Buch passt.

Leseprobe


Meinung:
An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an den Beltz & Gelberg Verlag für das Rezensionsexemplar.

Mich hat der Titel sehr neugierig gemacht und die Thematik „Suizid“. Da ich im Bereich der Trauerarbeit als Sozialpädagogin arbeite, war ich auch in Hinblick auf meine Arbeit sehr neugierig auf das Buch. Leider muss ich gestehen, dass ich persönlich einfach nicht richtig in das Buch hineingefunden habe.

Die Geschichte erfahren wir aus Sicht von Melody – Mel –, die an ihrer Schule als „Todesengel“ bekannt ist. Seit einem vermeintlichen Suizidversuch wird sie von ihren Mitschülern so genannt, dabei wollte sie sich gar nicht umbringen. Zudem wird uns die Geschichte sowohl in der Gegenwart wie auch in Rückblenden erzählt. Jedes Kapitel beginnt mit der Gegenwart und endet in der Vergangenheit.

Mel passt auf die hochintelligente Suzy auf, die mit ihren 8 Jahren erschreckend erwachsen ist und für mich der sympathischste Charakter der Geschichte war. Obwohl Mel den Suizidversuch leugnet, ist es doch das Thema Tod, das sie ausgerechnet mit Jeremy zusammenführt. Das ungleiche Gespannt tauscht sich über dieses Thema aus, diskutiert, probiert sich aus und schmiedet Pläne rund um den Gedanken „Suizid“.

Ich persönlich finde es gut, dass so ein sensibles Thema in einem Buch angesprochen und behandelt wird. Allerdings war bin ich mit dem Buch, der Umsetzung und den Charakteren nicht wirklich warm geworden. Vielleicht liegt es daran, dass ich aufgrund meiner Arbeit zu dicht an dem Thema dran bin und ganz konkrete Vorstellungen und Ansichten vertrete, die im Leitbild und Konzept meines Arbeitgebers verankert sind. Mir fällt es auch sehr schwer, eine konkrete Rezension zu verfassen und diese wird bedeutend kürzer ausfallen, als es sonst bei mir der Fall ist.

Ich finde es toll, dass die Autorin sich an so ein sensibles Thema heranwagt und es publik macht. Andererseits passte die Umsetzung nicht zu mir und meinen Ansichten und Vorstellungen meines Arbeitsbereichs. Das ist aber nur mein ganz persönlicher Disput, deswegen würde ich das Buch trotzdem jedem empfehlen, sich ein eigenes Bild von dem Buch zu machen.

 

Lg
Levenya

VIELEN DANK FÜR DAS REZENSIONSEXEMPLAR!

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Fakten:
Taschenbuch: 235 Seiten
Verlag: Beltz & Gelberg; Auflage: Deutsche Erstausgabe (27. Februar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3407822944
ISBN-13: 978-3407822949
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Originaltitel: The world without us
Preis: 13,95 €

2 Comments

  1. Hi!

    Ja, das kann ich mir gut vorstellen, bei dem Thema. Da ist es sicher schwierig, den richtigen Nerv zu treffen bzw. hat da jeder eine andere Sensibilität bzw. auch Wahrnehmung. An sich klingt es ja schon „interessant“, aber ich glaube nicht, dass es etwas für mich wäre.
    Trotzdem vielen Dank dass du es vorgestellt hast. Mich hat ja im ersten Moment das Cover total angezogen, aber so wie du es beschreibst … ich weiß nicht, vielleicht lese ich mal in die Leseprobe rein.

    Liebste Grüße, Aleshanee

    1. Hey meine Liebe,

      Du hast es auf den Punkt gebracht. Jeder hat zu diesem sensiblen Thema eine ganz eigene Meinung, Grundhaltung, Einstellung und deswegen bin auch ich nicht wirklich warm geworden mir dem Buch. Was aber auch nur an meiner persönlichen Einstellung lag.

      Solltest du neugierig auf das Buch sein, würde ich es gerne an dich abgeben (gegen Porto). Wenn du magst, schreib mich gerne an!

      Lg
      und wie schön, dass du mich auf meiner neuen Seite gefunden hast!
      Levenya

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