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Rezension “Wie Blut so Rot”

 Wie Blut
so Rot
Marissa Meyer
© privat
2/4
Marissa Meyer
liebt
Fantasy, Grimms Märchen und Jane Austen. Sie hat Kreatives Schreiben mit dem
Schwerpunkt Kinderliteratur studiert und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei
Katzen in Tacoma, Washington. Die vier Bände der »Luna-Chroniken« sind ihr Debüt als Schriftstellerin.  Quelle
 „Wie Blut so Rot“ ist der zweite Teil  der „Luna-Chroniken“, die 4 Bände umfasst. Des
Weiteren gibt es bis jetzt zwei Eshorts.

Website
der Autorin!
Erster
Satz:
„Scarlet steuerte gerade die Gasse hinter dem Gasthaus Rieux an, als
ihr Portscreen auf dem Beifahrersitz summte und eine Computerstimme meldete:
´Tele für
Mademoiselle Scarlet Benoit von der Dienststelle für vermisste Personen.´“
Klappentext:
Zwei ganze Wochen ist Scarlets
Großmutter nun schon verschwunden. Entführt? Tot? Die Leute im Dorf sagen, sie
sei sicher abgehauen. Sie sei ja sowieso verrückt. Aber für Scarlet ist
Grandmère alles – von ihr hat sie gelernt, wie man ein Raumschiff fliegt,
Bio-Tomaten anbaut und seinen Willen durchsetzt.
Dann trifft Scarlet einen mysteriösen
Straßenkämpfer – Wolf. Er fasziniert sie; doch kann sie ihm trauen? Immerhin:
Die reißerischen Berichte über Cinder und das Attentat auf Prinz Kai hält Wolf
ebenso wie sie für Quatsch. Aber irgendein Geheimnis verbirgt der Fremde …
Cover:
Das Cover finde
ich wieder wunderschön und sehr passend kreiert. Zudem ist das Cover sehr
hochwertig gestaltet worden. Der schwarze Umschlag ist mit roten Wölfen
versehen, die glänzen und geprägt sind. Nimmt man den Buchumschlag ab, findet
sich auf der Mitte des schwarzen Buchdeckels ein einzelner roter Wolf. Total
passend zum Hauptmärchen „Rotkäppchen“. Das Cover passt
perfekt in die Reihe! Ich bin begeistert und finde das Cover wirklich ganz toll
gestaltet.

Buchtrailer:
Meinung:
Nachdem ich den ersten Teil, „Wie Monde so Silbern“, verschlungen
habe, musste ich unbedingt gleich mit dem zweiten Teil weitermachen und ich
wurde bei weitem nicht enttäuscht!
Die Geschichte erfahren wir diesmal zum großen Teil aus Sicht der
jungen Scarlet, die bei ihrer Großmutter in Frankreich auf einem Bauernhof
lebt. Die Ereignisse setzen gleich beim Ende des ersten Teils an, wo unsere
Protagonistin Cinder gefangen genommen wurde.
Scarlet wiederum ist auf der Suche nach ihrer verschwundenen
Großmutter und erhält dabei von der Polizei nur mäßig Unterstützung. Als sie
den mysteriösen Straßenkämpfer Wolf trifft, setzt sie alles auf eine Karte und
vertraut ihm, bei der Suche nach ihrer geliebten Großmutter.
Ich war von der ersten Seite an ein Fan von Scarlet und das lag
nicht nur an ihren roten Locken, für die ich eine Schwäche habe. Sie ist wirklich
taff, mutig und klug. Nur schwer kann sie sich zurückhalten, wenn es um ihre
Standpunkte und ihre Meinung geht. Ihre Prinzipien sind ihr heilig, auch wenn
sie sich damit so manches Mal in Schwierigkeiten bringt. Aber gerade das mochte
ich so an ihr. Sie war wirklich eine ganz tolle weitere Protagonistin, die mir
Seite um Seite sympathischer wurde. Im Verlauf der Geschichte muss sie ganz
schön viel einstecken, aber das hält sie trotzdem nicht davon ab, alles daran
zu setzen, ihre Großmutter zu retten.
Auch der geheimnisvolle Straßenkämpfer Wolf hat sofort mein
Interesse geweckt und ich fand ihn ebenfalls von der ersten Seite an großartig.
Er ist der perfekte Gegenpart zu Scarlet und das Geheimnis, das ihn umgibt und
das ich hier nicht nennen werde, hat mir den Atem anhalten lassen! Großartig
verweben sich hier Freund und Feind, sodass man gar nicht mehr weiß, wer auf
wessen Seite steht.
Auch Cinder ist wieder als Protagonistin dabei und auch aus ihrer
Sicht erfahren wir die Geschichte. Sie ist in Neu-Peking als Mündel bei ihrer
Stiefmutter und deren beiden Töchtern aufgewachsen. Sie ist ein Cyborg, da sie
als Kind einen schweren Unfall hatte und die Ärzte ihr somit das Leben gerettet
haben. Cinder hat keinerlei Erinnerungen an ihr früheres Leben und arbeitet
fortan an als Mechanikerin, um Geld für die Familie zu verdienen. Bis zu dem
Ball, an dem sich alles ändert.
In diesem Teil ist sie auf der Flucht. Zusammen mit Kapitän Carswell
Thorne, den sie ebenfalls aus dem Gefängnis befreit. Sie versucht verzweifelt,
die Wahrheit über sich herauszufinden und ihrem Schicksal zu entkommen.
Ich war wieder von der ersten Seite an ein Fan von Cinder. Die
Offenbarung auf dem Ball setzt ihr mehr zu, als sie es zugeben würde und stellt
ihr ganzes Leben auf den Kopf. Sie ist eine sehr geschickte Mechanikerin und
zudem noch sehr bescheiden. Auch wenn sie es nicht zugeben würde, ist Cinder
sehr neugierig, klug und zudem mutig. Also eine großartige Kombination.
Im Verlauf der Geschichte wächst sie immer mehr über sich hinaus.
Sie fängt an, Fragen zu stellen und kommt dem Geheimnis ihrer Herkunft auf die
Spur. Dabei beginnt sie zum ersten Mal in ihrem Leben für das einzustehen und
zu kämpfen, was sie wirklich möchte. Sie setzt alles daran, um diejenigen, die
sie liebt und die ihr am Herzen liegen, zu beschützen. Meiner Meinung nach
macht sie eine starke Entwicklung durch und findet endlich ein wenig mehr zu
sich selbst. Sie ist auf dem besten Weg, eine starke Persönlichkeit zu werden.
In diesem Teil muss sie die schwerwiegende Entscheidung treffen, ob sie zu
ihrem Erbe stehen will oder nicht.
Darüber hinaus wird die Geschichte aber u.a. auch aus Sicht des
schönen Prinzen Kai erzählt, der in seinen jungen Jahren schon eine große Last
auf seinen Schultern trägt. Auch ihn mochte ich mit seiner offenen und
herzlichen Art Cinder gegenüber. Auch die weiteren Charaktere, wie z.B. die Carswell
Thorne oder der geheimnisvolle Arzt, sind alle ganz wunderbar ausgearbeitet
worden und passen perfekt in die Geschichte. Jeder für sich hat eine wichtige
Rolle zu spielen und die meisten verbergen ein Geheimnis, das es aufzudecken
gilt.
Die Geschichte spielt in der Zukunft. Die Welt hat bereits einen 4.
Weltkrieg erlebt und Peking, wie wir es kennen, existiert nicht mehr.
Stattdessen spielt die Geschichte in Neu-Peking. Es gibt Raumschiffe, Cyborgs
und der Mond ist von den mächtigen Lunariern bewohnt, welche der Erde mit Krieg
drohen. Die Lunarier fand ich persönlich sehr spannend und ich würde gerne noch
mehr über dieses spezielle Volk erfahren! Eine schreckliche Krankheit,
Letumose, hat die Erdbevölkerung befallen, und jeder, der damit infiziert
wurde, stirbt. Es wird fieberhaft nach einem Impfstoff gesucht, doch bis jetzt
war jede Forschung vergeblich …
Die Autorin verknüpft meiner Meinung nach sehr geschickt die Welt
der Märchen mit dieser futuristischen Welt. Im ersten Moment war ich eher
skeptisch, da es doch zwei sehr extreme Gegensätze sind, aber ich muss sagen,
dass es wirklich eine großartige Kombination ist.
Ich persönlich bin ja ein riesen Fan von Märchen und habe mich
gefreut, dass die einzelnen Abschnitte mit Zitaten aus dem Märchen Rotkäppchen“ der Gebrüder Grimm versehen
waren. „Rotkäppchen“ ist in diesem
Teil das Hauptmärchen, aber auch das Märchen und die Motive aus „Aschenputtel“ sind weiterhin relevant. Ich
fand es sehr spannend die einzelnen Märchenelemente zu finden und in diese
futuristische Welt übersetzt zu sehen. Wir finden die klassischen Rollen aus
dem Märchen, wie z.B. den Prinzen, die Großmutter, unser Rotkäppchen, mit dem
roten Kapuzenpullover und unseren Wolf, usw.
Die zarte Liebesgeschichte zwischen Cinder und Prinz Kai steht noch
ganz am Anfang und hat mir im ersten Teil sehr gut gefallen. Wie auch im
klassischen Märchen verbindet die beiden etwas und ich hoffe ganz stark, dass
die beiden zu ihrem Happy End kommen werden.
Vielmehr steht in diesem Band die Beziehung zwischen Scarlet und
Wolf im Vordergrund, die leidenschaftlich und hoffnungslos zugleich ist. Ich
war gefesselt von den beiden und habe jede Sekunde mit gefiebert. Auch hier
hoffe ich ganz stark auf ein Happy End.
Die Geschichte ist wirklich sehr spannend geschrieben und ich
konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Autorin hat wirklich
einen ganz wunderbaren Schreibstil, der dazu einlädt, immer weiter zu lesen.
Sehr leicht und angenehm, flüssig und zudem märchenhaft
futuristisch. Marissa Meyer hat eine ganz außergewöhnliche Welt erschaffen, in
denen die Märchen vollkommen neu und anders zum Leben erwachen. Das Buch baut
sich genau richtig auf. Viele Fragen werden beantwortet, Geheimnisse aufgedeckt
und neue Fragen tun sich auf, die man hoffentlich in den weiteren Bänden
beantwortet bekommt.
REIHE
    
ESHORTS
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Mit „Wie Blut so Rot“ ist Marissa Meyer eine
ganz eindrucksvolle Fortsetzung gelungen, die mit seiner atmosphärischen Welt
und den zauberhaften Märchenelementen besticht. Einzigartige Charaktere und
eine Geschichte, die viele zwar kennen, die aber so noch nicht erzählt worden
ist!
Ich kann diese Reihe nur jedem empfehlen, der ein Fan von Märchen
und Science-Fiction ist, der eine starke Protagonistin mag und in eine neue
Welt eintauchen möchte. Ich für meinen Teil werde demnächst mit dem 3. Teil der Reihe, „Wie Sterne so Golden“ beginnen.
Lg
Levenya
Verlag
 
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Fakten:
Gebundene
Ausgabe:
432 Seiten
Verlag: Carlsen (24. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551582874
ISBN-13: 978-3551582874
Vom
Hersteller empfohlenes Alter:
Ab 12
Jahren
Originaltitel:
The Lunar Chronicles 2/Scarlet
Preis: 19,90€

5 Comments

  1. Schöne Rezension 🙂
    Ich mochte Band 2 nicht ganz so sehr wie Band 1. Das mag daran gelegen haben, dass ich Band 1 gelesen und 2 gehört habe. Zwar ungekürzt, aber Hörbücher sind ja immer bisschen anders 🙂
    Ich denke, dass ich erst mal darauf warte, dass alle Bücher erscheinen und sie dann weglese 😀

    Alles Liebe

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