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Rezension „Being Beastly – Der Fluch der Schönheit“

Being
Beastly
– Der Fluch der Schönheit
Jennifer Alice Jager
© privat
Jennifer
Alice Jager
begann ihre schriftstellerische Laufbahn 2014. Nach ihrem
Schulabschluss unterrichtete sie Kunst an Volkshochschulen und gab später
Privatunterricht in Japan. Heute ist sie wieder in ihrer Heimat, dem Saarland,
und widmet sich dem Schreiben, Zeichnen und ihren Tieren. So findet man nicht
selten ihren treuen Husky an ihrer Seite oder einen großen, schwarzen Kater auf
ihren Schultern. Ihre Devise ist: mit Worten Bilder malen. Quelle

Website
der Autorin!
Erster
Satz:
„Sanft fuhr die Bürste durch ihr rot glänzendes Haar.“
Klappentext:
**Wenn Schönheit auf Grauen trifft und Furcht zu Liebe wird…**
Als die schöne Valeria erfährt, wen sie
heiraten soll, ist ihr wohlbehütetes Leben auf einen Schlag vorbei. Um den
jungen Grafen Westwood ranken sich Schauergeschichten von einem Fluch und ihr
neues Heim gleicht eher einer Ruine als einem herrschaftlichen Herrenhaus. Auch
Westwood selbst benimmt sich ihr gegenüber mehr wie ein eiskaltes Biest und
nicht wie der Mann von Stand, der er eigentlich sein sollte. Doch dann stößt
Valeria in einem verstaubten Raum auf magische Windlichter, die jedes für sich
ein Geheimnis bergen. Sie zeigen Valeria einen ganz anderen Grafen, voller
Freundlichkeit und Güte…
Cover:
Das Cover finde
ich wunderschön und ist ganz nach meinem Geschmack. Ein Mädchen ist zu sehen,
das wohl für unsere Protagonistin steht. Mit einem weit schwingenden Kleid
läuft sie eine Wendeltreppe hinunter und man sieht sie nur von hinten. Dazu
dann wunderbar gestaltete Titel und alles in einem leicht rötlichen Schimmer. Sehr
stimmig und die Atmosphäre spricht einen total an. Es passt auch im Nachhinein,
wie ich finde, sehr schön zum Inhalt des Buches. Mich hat es neugierig gemacht
und ich wollte sofort die Geschichte hinter der jungen Frau erfahren. Es
gefällt mir unglaublich gut!
Meinung:
An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an Impress für das Rezensionsexemplar.
Die Geschichte wird uns aus Sicht von der sechzehnjährigen Valeria erzählt, die eine wunderschöne
junge Frau ist. Wie es Brauch in ihrem Land ist, werden alle jungen Mädchen,
die 16 Jahre alt werden, dem König vorgeführt, der für eine passende Ehe sorgt.
Ihr Leben lang hat sich Valeria auf diesen einen Moment vorbereitet und hofft
nicht nur aufgrund ihrer unglaublichen Schönheit, eine sehr gute Partie zu
machen. Doch dann verlobt sie der König ausgerechnet mit dem mysteriösen Lord
Westwood, um dessen Ruf und Ansehen sich dunkle Gerüchte ranken. Doch Valeria
versucht es mit Fassung zu tragen und reist mit ihrer besten Freundin Belltaine
zum Anwesen ihres zukünftigen Ehemannes. Dort angekommen wird sie vor
zahlreiche Herausforderungen gestellt. Nicht zuletzt, für ihre Liebe alles zu
geben …
Ich muss gestehen, dass ich mit Valeria während der ganzen
Geschichte nicht so wirklich warm geworden bin. Obwohl sie sich vor allem durch
ihr großes und mitfühlendes Herz auszeichnet, zudem mutig ist und bestimmt auch
nicht auf den Kopf gefallen, handelt sie mir oftmals zu unüberlegt und zu
egoistisch. Sie legt großen Wert darauf, dass der „Schein“ gewahrt wird, es
Bälle gibt und sie die perfekte Ehefrau wird. Nichts wäre ihr unangenehmer, als
zurück zum  König zu müssen, um um eine
andere Partie zu bitten. An manchen Stellen war sie mir zudem auch zu naiv und „blind“.
Aber gut, sie ist ja auch erst sechzehn. Fairerweise muss ich hier aber auch einräumen,
dass Valeria im Verlauf der Geschichte dieses Verhalten ablegt und sich zu
einer aufgeschlossenen jungen Frau entwickelt, die sich nicht darum schert, was
andere denken und einzig für ihre Liebe kämpft. Trotzdem wollte der Funke bei
mir nicht richtig überspringen.
Ihr zur Seite steh der mysteriöse Lord Westwood, der gleich zu Beginn klar macht, dass er absolut
keinen Wert darauf legt, zu heiraten und schon gar nicht Valeria.  Er ist kalt, abweisend und emotionslos. Doch
schon bald kommt Valeria seinem Geheimnis auf die Spur und erkennt, dass hinter
seiner kalten Fassade und dem „Biest“ viel mehr steckt, als er der Welt zeigen
will. Mit ihm bin ich viel schneller warm geworden, als mit Valeria. Obwohl
auch er mich nicht vollkommen überzeugen konnte. Alle Charaktere sind sehr
detailliert, kreativ und stimmig ausgearbeitet worden. Wie z.B. die quirlige Belltaine.
Ich persönlich bin ja ein großer Märchenfan und habe mich deshalb
tierisch auf die Adaption von „Die Schöne und das Biest“ gefreut. Die Autorin
schafft es ganz wunderbar, die Geschichte des Märchens in ein neues Gewand zu
kleiden  und trotzdem in der „alten“ Welt
zu bleiben. Die Neuinterpretation der Autorin hat viele schöne Momente. Zum
einen besitzt in dieser Welt nicht nur die „Hexe“, Magie, sondern auch das
Biest selbst. Dann wären da noch die Windlichter, in denen Erinnerungen
eingefangen werden und die Verwandlung zwischen Wolf und Mensch.
Diese ganzen Elemente haben mir sehr gut gefallen. Über den Fluch,
der ja schon im Titel verraten wird, werde ich an dieser  Stelle nichts weiter erzählen, um nicht zu
spoilern.
Trotzdem muss ich sagen, dass für mich manche Aktionen / Geheimnisse
zu offensichtlich waren und auch der Verlauf der Geschichte nicht unbedingt
große Überraschungen gebracht hat. Das muss aber auch gar nicht immer der Fall
sein, versteht mich nicht falsch.
Auch die Liebe kommt natürlich nicht zu kurz. Valeria hofft auf die
große Liebe zu treffen und ist zutiefst enttäuscht und verletzt vom Verhalten
ihres Verlobten. Doch zum Glück gibt es auf dem großen Anwesen den attraktiven
Arzt Liam, der schon bald ihr Herz höher schlagen lässt. Doch auch Liam scheint
nicht der zu sein, der er ist. Und dann wäre da noch Lord Westwood, den sie
näher kennen lernt und tief in ihr etwas berührt … Mich hat die
Liebesgeschichte nicht ganz überzeugen können, was aber wahrscheinlich auch
daran lag, dass ich mit Valeria so gar nicht warm werden konnte.
Den Schreibstil der Autorin kannte ich bis zu diesem Buch noch nicht
und ich muss sagen, dass er mir gut gefallen hat. Sehr bildhaft, leicht und
detailliert erleben wir die Geschichte von Valeria. Wir werden in eine Welt
voller Bälle, Liebe, Magie und einem Fluch entführt. Die Geschichte startet
sofort und  man ist mitten drin im
Geschehen. Trotzdem hatte ich Zwischendurch Leseabschnitte, die mich nicht ganz
überzeugen konnten. Dafür endet alles in einem action- und vor allem gefühlsgeladenen
Finale.
„Being Beastly – Der Fluch der Schönheit“ war für mich eine solide Geschichte,
die vor allem mit dem Märchenflair bei mir punkten konnte.  Magie, Liebe und zudem ein  Fluch, der das Leben aller verändert. Auch
wenn ich ein paar Kritikpunkte hatte, war es alles in allem eine schöne
Märchenadaption, die ich nur jedem ans Herzen legen kann. Und das nicht nur
Märchenfans. Geht, und lasst euch von Valeria verzaubern.
Lg
Levenya
 
Verlag
 
Vielen
DANK für ein Rezensionsexemplar!
Hier kaufen!

Fakten:
Format: Kindle Edition
Seitenzahl
der Print-Ausgabe:
341 Seiten
Verlag: Impress (2. Juni 2016)
Sprache: Deutsch
Preis: 3,99€

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