
Red Rising

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Nach dem Collegeabschluss hätte Pierce Brown eigentlich nichts dagegen gehabt, seine Studien in Hogwarts fortzusetzen. Da es ihm dafür leider an der nötigen magischen Gabe fehlte, versuchte er es mit verschiedenen Jobs in der Medienbranche. Seine Red-Rising-Saga wurde ein so sensationeller Erfolg, dass Pierce Brown sich jetzt ganz dem Schreiben widmen kann. Der Autor lebt in L.A. Quelle
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Klappentext: Darrows Welt ist brutal und dunkel. Wie alle Roten schuftet er in den Minen des Mars, um ein Leben auf der Oberfläche des Planeten möglich zu machen. Doch dann wird seine große Liebe getötet, und Darrow erfährt ein schreckliches Geheimnis: Der Mars ist längst erschlossen, und die Oberschicht, die Goldenen, leben in dekadentem Luxus. Darrow schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein, in dem die Elite herangezogen wird. Er will einer von ihnen werden – um sie dann vernichtend zu schlagen …
Cover: Das Cover stellt lichterloh brennende, rote Flügel dar. Das Cover passt gut zur Atmosphäre des Buches. Darrow ist ein Roter, der aufsteigen will, aber vielen Widrigkeiten trotzen muss.
Meinung: Nachdem ich eine lange Leseflaute hatte, wollte ich Pierce Brown oder Brandon Sanderson mal eine Chance geben. Ich habe mich für Pierce Brown entschieden, da mich der Klappentext überzeugt hat. Ob mich auch das Buch überzeugen konnte?
Unser Hauptcharakter Darrow wächst in einer Kolonie auf dem Mars auf uns arbeitet hart in den dortigen Minen mit dem Ziel, den Rest des Planeten bewohnbar zu machen. Der Leser lernt ihn, seine Familie und die Dorfgemeinschaft kennen. Die Dörfer sind in patriarchalen Strukturen aufgebaut. Während die Männer in den Minen arbeiten, kümmern sich die Frauen um die Kinder oder gehen in Spinnereien o. ä. arbeiten. Das Leben der Koloniebewohner ist in mehrfacher Hinsicht sehr begrenzt; die meisten Menschen sterben aufgrund der schlechten Lebensbedingungen jung, zusätzlich wird durch die Aufseher das ganze Lebensziel der Minenarbeiter künstlich auf das Gewinnen eines Wettstreites gerichtet. Durch die geringe Lebenserwartung finden auch alle, heute als Meilensteine empfundene, Punkte im Leben eines Menschen viel früher statt: Menschen gelten mit 15 bereits als erwachsen, auch Heirat und die ersten Kinder sind in dem Alter nicht unüblich.
Der Autor schafft es, die Welt von Darrow bildlich darzustellen, sodass ich als Leser vor meinem inneren Auge eine Vorstellung erschaffen konnte. Als Darrow erfährt, dass der Mars längst bewohnt ist und die Koloniebewohner lediglich Sklaven der Oberflächenbewohner sind, wird seine kleine Welt auf einmal viel, viel größer.
Mit Hilfe der Rebellen schreibt er sich an einer Ausbildungsakademie ein, um die Elite von innen heraus zu vernichten. Das Ziel: ein besseres Leben der Koloniebewohner und die Befreiung von der Sklaverei.
Die Menschheit ist in Red Rising in einem Kastensystem unterteilt, bei dem die „Roten“ wie Darrow die niedrigste und die „goldene“ die höchste Kaste ist. Die Geschichte folgt Darrow von seinen letzten Tagen in der unterirdischen Marskolonie bis zum Abschluss an der Akademie der goldenen Elite und führt uns ein in das System und die hierarchischen Unterschiede, die damit einhergehen und zeigt auf, wie ungerecht die von Brown erschaffene Welt ist. Darüber hinaus lernen wir Charaktere kennen wie Cassius, Mustang und Sevro, die in den nachfolgeenden Büchern sicherlich noch wichtig werden.
Der Schreibstil von Pierce Brown ist weitgehend flüssig, allerdings sind in dem Buch auch oft Ungereimtheiten zu finden. So ist im Winter z. B. ein Fluss zugefroren, aber ein anderer Fluss nicht. Oder Charaktere werden auf einer Seite des Waldes gefunden, obwohl sie auf der anderen Seite leben und eigentlich auch gerade dort sind. Die Charaktere unterscheiden sich zwar stark in ihren Entscheidungen und Überzeugungen, leider bin ich aber mit keinem wirklich warm geworden. Ich könnte mir vorstellen, dass das daran liegt, dass Brown einen sehr erzählenden Schreibstil hat. Er erzählt und beschreibt sehr viel, lässt dem Leser aber kaum eine Chance, Empfindungen der Charaktere selbst zu entdecken und nachzufühlen. Dadurch blieb die Story für mich trotz der spannenden Story rund um die Akademie ein bisschen oberflächlich und ich habe nicht richtig mitgefühlt.
Mein Bewertung bleibt daher bei 3 von 5 Herzen. Den weiteren Büchern von Brown werde ich jedoch trotzdem noch eine Chance geben, da ich den weiteren Weg des Kampfes noch weiter mitverfolgen möchte.

Fakten zur deutschen Ausgabe: Preis: 17,00 € // ab 14 J. // Verlag: Heyne // 576 Seiten // ISBN: 978-3-453-53441-4

