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Rezension „White Horse“

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White Horse

Alex Adams
startet mit ihrem Debütroman „White Horse“, der gleichzeitig Auftakt der
Horse-Trilogie ist, auch bei uns richtig durch. Mit ihrem
Debütroman entführt sie den in eine neue Welt voller Monster und Schönheit,
Hass und Liebe, Macht und Mut.

Klappentext:

Eine Welt,
die alle Hoffnung verloren hat. Eine junge Frau, die ihr ungeborenes Kind
beschützen muss. Ein uraltes Geheimnis, das für uns alle zur tödlichen Gefahr
wird … Dies ist die Legende vom Ende unserer Welt – und unserer Zukunft danach. 
Inhalt:

In einer
Welt, in der 90% aller Menschen einer mysteriösen Seuche namens „White Horse”
zum Opfer gefallen sind, kämpfen wenige Gesunde ums Überleben.

So auch die
junge Zoe, die zu alledem noch schwanger ist und in der kaputten Welt den Vater
ihres ungeborenen Kindes sucht. Zoe, die ihre gesamte Familie verloren, macht
sich auf sich allein gestellt auf die Reise, von Amerika über Italien bis nach
Griechenland. Auf ihrer Riese trifft sie auf einige Opfer der Seuche, die zu
Monstern mutierten, auf Überlebende, die freundlich, aber auch auf einige, die
ihr feindlich gesinnt sind. Bei der Frage, wie sie ihr ungeborenes Kind in
einer Welt beschützen soll, die dem Tod geweiht ist, wird sie immer wieder von
ihrer Vergangenheit eingeholt. Von dem mysteriösen Gefäß, das eines Tages bei
ihr auftauchte und ein furchtbares Geheimnis in sich trug. Von ihrer Arbeit bei
George Pope und dessen wahnsinnigen Versuchen.

Nach und
nach fügen sich die Puzzelteile zusammen und Zoe ist nahe dran, dass Geheimnis
um die Seuche zu lüften …

Meinung:                                                                                                     
„White
Horse” ist der Auftakt zur Horse-Trilogie und gleichzeitig das Debütwerk von
Alex Adams. In Zeitsprüngen zwischen „damals” und „jetzt” wird die Geschichte
aus der Sicht von der Protagonistin Zoe erzählt, was mir sehr gut gefällt. Man ist sofort mitten im Geschen und befindet sich auf Zoes Suche nach Nick.
Sofort erhält man Einblick in die sterbende Welt, die nun von Monstern bewohnt
wird, die einst Menschen waren und der Seuche zum Opfer gefallen sind. Eine
Welt, die stirbt. Die Beschreibungen der Situation, der Menschen und der
Umgebung finde ich sehr gelungen. Eine sehr bildhafte und direkte
Veranschaulichung. Der Wechsel der Zeiten, der sich durch das gesamte Buch
verläuft, führt dazu, dass wir als Leser während Zoes Reise parallel dazu
Informationen erhalten, wie es zu der Seuche gekommen ist. Bis die beiden
Zeitstränge in eins übergehen und es nur noch das „Jetzt“ gibt. Diese Variante
der Erzählperspektive fand ich sehr gut gewählt, da es für mich die Spannung
hoch hält. Mich haben
die Monster von der ersten Seite an fasziniert. Die Idee und Umsetzung von
ihnen hat mich zwar stark an „Resident Evil“ denken lassen, aber dennoch
überzeugt. Ich hätte mir nur gewünscht, noch mehr über sie zu erfahren und sie
einfach öfter „in Aktion“ zu erleben.

Mühelos
schafft es Adams, den Leser in ihren Bann zu ziehen und Charaktere zu
erschaffen, die einen berühren, immer aufs Neue überraschen. Besonders die
Protagonistin Zoe hebt sich mit ihrer Stärke und ihrem unerschütterlichem
Wunsch, menschlich zu bleiben, von allen anderen ab. Jeder Charakter erfüllt
die Geschichte und bereichert sie. Jeder zeigt eine andere Facette, wie „White
Horse“ des Lebens verändert hat. Jeder hat begeleitet Zoe auf ihrer Reise und
ist ihr behilflich, ob nun gewollt oder nicht. Die
Liebesbeziehung zwischen Nick und Zoe hat Alex Adams meiner Meinung nach sehr
gut in die düstere Dystopie eingebaut. Es ist nicht zu kitschig und dennoch das
Thema, das Zoe antreibt.  Es werden keine
unendlichen Gefühle bekundet, aber in einer Welt, wo jeder jeden verloren hat,
finde ich das auch nur sehr schwer vorstellbar. Das Ende
des Buches hat mich nicht ganz überzeugt. Die Entwicklung des Schweizers fand
ich etwas weit hergeholt, so als wäre seine Rolle nicht ganz durchdacht
gewesen. Auch bleiben für mich viel zu viele Fragen unbeantwortet, was ich
nicht gut leiden kann. Ich hoffe nun, im nächsten Band meine Antworten zu
finden. Der
Schreibstil von Alex Adams ist flüssig, leicht und angenehm zu lesen. Sie
schafft es, genau die richtige Atmosphäre aufzubauen und die Handlungsorte
detailliert, aber nicht zu überladen zu beschreiben. Von Anfang bis Ende war
für mich die Spannung greifbar und ich musste das Buch einfach weiter lesen.

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Auf den
ersten Blick hat mich das Cover nicht sonderlich überzeugt, aber dennoch
neugierig gemacht. Es animierte mich auf jeden Fall dazu, einen zweiten Blick
zu riskieren und einmal rein zu lesen. Zum Thema des Buches finde ich das Cover sehr passend und anschaulich gewählt,
da es die düster Welt und Geschichte perfekt widerspiegelt.

Da ich
bereits einige Endzeitromane gelesen habe, muss ich sagen, dass „White Horse“ mich
nicht komplett überzeugt, aber auch nicht komplett enttäuscht hat. Das Thema
wurde in dieser düsteren Dystopie sehr gut und für mich auf eine etwas andere
Art erzählt, was ich sehr positiv finde. Dennoch ist das Ende für mich einfach
nicht zufrieden stellend und kann mich mit manchen Entwicklungen und den offen
Fragen nicht überzeugen.

Ich hoffe
nun, dass im 2. Teil, „Red Horse“ (voraussichtlich 2013), meine Fragen geklärt
werden. Allerdings habe ich gelesen, dass es neue Protagonisten geben wird. Wie
ich das finden soll weiß ich noch nicht, aber ich habe ja noch ein wenig Zeit
bis dahin.
Für mich
wäre der Roman nicht als absoluter muss weiter
zu empfehlen, aber dennoch ist er lesenswert.Ich kann
euch empfehlen, dass Buch zu lesen. Ich wurde nicht enttäuscht! 
Levenya

Fakten: Gebundene Ausgabe: 448 Seiten Verlag: Piper Verlag (September 2012) Sprache: Deutsch ISBN: 9783492702522 Preis: 16,99€

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