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Rezension „Das Joshua-Profil“

Das Joshua-Profil
Sebastian
Fitzek,
Jahrgang
1971, geboren in Berlin, entschied sich nach dem Studium der
Rechtswissenschaften und der Promotion zum Dr. jur. gegen einen juristischen
Beruf und für eine kreative Tätigkeit in den Medien. Nach dem Volontariat bei
einem privaten Hörfunksender wechselte er als Unterhaltungschef und später als
Chefredakteur zur Konkurrenz und machte sich danach als Unternehmensberater und
Formatentwickler für zahlreiche Medienunternehmen in Europa selbständig. Er
lebt in Berlin, wo er derzeit in der Programmdirektion eines großen
Hauptstadtsenders tätig ist.
„Mit so
einem großem Erfolg hätte ich nie gerechnet“,
sagt Fitzek zu BILD.
Die Resonanz auf das Buch ist
unglaublich. Jeden Tag bekomme ich seitenlange Leserpost.“
Quelle
Website des Autors!
Website zum Buch!
Erster
Satz:
„Es sah aus wie in einem Klassenzimmer.“
Klappentext:
Der erfolglose Schriftsteller Max ist
ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der
Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch
niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er
eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt
fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß … im Gegensatz zu denen,
die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.
Cover:
Das Cover hat
mich auf Anhieb angesprochen und sofort neugierig gemacht. Zu sehen sind zwei
Hände, die Fäden zwischen den Fingern gesponnen haben. Es sieht für mich aus
wie ein Netz, aus dem man sich nur schwer wieder befreien kann. Es passt, wie
ich finde, sehr gut zum Inhalt des Buches und spricht total für sich. Ich mag
es sehr und finde es passend und ansprechend gewählt.
Hörbuchtrailer:
Meinung:
Nachdem ich mit großer Begeisterung Noah gelesen habe, habe ich mich sehr darüber gefreut, „Das
Joshua-Profil“
zu Weihnachten zu bekommen. Hatte ich erst einmal mit
dem Buch angefangen, konnte ich nicht mehr aufhören!
Erzählt wird uns die Geschichte überwiegend aus der Sicht von Max Rhode, der ein erfolgloser
Schriftsteller ist und zusammenmit seiner Frau und seiner Pflegetochter Jola in
Berlin lebt. Ich kann es nicht erklären, aber er war mir sofort sympathisch. Für
seine Familie und vor allem für seine Pflegetochter Jola würde er alles tun. Als
er eines Tages einen mysteriösen Anruf erhält und von einem wildfremden Mann
vor „Joshua“ gewarnt wird, hält er
das Ganze für einen Scherz. Bis „Joshua“
tatsächlich hinter ihm her ist und sein Leben plötzlich komplett auf den Kopf
gestellt wird …
Max ist fest entschlossen, für Jola alles zu riskieren und kommt
dabei seiner lange verdrängten Kindheit gefährlich nahe. Alles scheint
irgendwie zusammenzuhängen und als dann noch sein pädophiler vorbestrafter
Bruder Cosmo auftaucht und rätselhafte Anmerkungen zu seinem einzigen
Bucherfolg, „Die Blutschule“, hat,
weiß er gar nicht mehr, was er noch glauben soll. Ich habe von der ersten bis
zur letzten Seite mit Max mitgefiebert und war die ganze Zeit, wie er selber,
von seiner Unschuld überzeugt. Aber „Joshua“
irrt nicht …
Sehr gut hat mir gefallen, dass manche Kapitel auch aus Sicht
von anderen Personen geschrieben waren, wie z.B. aus Sicht von Jola oder Cosmo. Dadurch hat der Leser einen allumfassenden Blick auf die
Geschehnisse bekommen und konnte sich die Sachen besser zusammen reimen und
rätseln. Das war für mich bei der sehr komplexen Geschichte wirklich hilfreich.
Die Themen des Buches haben mir ebenfalls sehr gut gefallen, von
denen ich jetzt nicht zu viel verraten möchte. Sie haben mich fasziniert und
zum nachdenken angeregt. Was für ein moralisches Dilemma, über das nachzudenken
man wirklich Kopfschmerzen bekommt. Kann eine Maschine tatsächlich ein
Verbrechen im Voraus erahnen und somit verhindern? Wie viel Kontrolle haben wir
noch? Heutzutage ist die Technik nicht mehr wegzudenken und kaum einer, mich
eingeschlossen, macht sich groß Gedanken darüber, welchen Abdruck, welche Daten
und welche Informationen ich hinterlasse.
„Aber woher wissen Sie, dass die Ausnahme nicht zur Regel wird?
Dass vielleicht gerade in diesem Moment jemand durch Ihr Notizbuch, Ihren
elektronischen Kalender geht und sich anschaut, mit wem Sie sich treffen
wollen?“
(S. 346)
Unser Protagonist Max hat diesen Kontrollverlust am eigenen Leib
zu spüren bekommen und ich dachte die ganze Zeit über, das kann doch nicht angehen!
Erschreckend faszinierend. Ganz tolle Thematik und vor allem sehr authentisch
und überzeugend.
Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig, angenehm und
bildhaft. Er erzeugt eine wunderbar spannungsgeladene Atmosphäre, die einen
dazu anhält, das Buch nicht aus der Hand legen zu können. Sehr actiongeladen
fliegen wir von einer Szene zur nächsten und man kommt gar nicht schnell genug
hinterher. Ich musste einfach wissen, wie es ausgeht und ob Max sein Vorhaben
schafft. Großartig war für mich auch, dass es zum Ende noch einmal richtig
spannend wurde. Gerade als man dacht, dass alles gut ausgegangen ist, legt der
Autor noch eine Schippe oben drauf und man kann nur wieder den Atem anhalten. Einfach
toll!
Was mich persönlich auch begeistert, ist, dass Sebastian Fitzek das
Buch des erfolglosen und fictionalen Autors Max Rhode, „Die Blutschule“,
ebenfalls geschrieben hat. Nachdem ich nun „Das
Joshua-Profil“
gelesen habe und dort das Buch immer wieder erwähnt habe,
werde ich mich nun an „Die Blutschule
wagen.
„Das Joshua-Profil“ war für mich ein großartiges Buch, das
mit einer knisternden Atmosphäre, einer brisanten Thematik und einem sehr
sympathischen Protagonisten punkten kann. Von der ersten bis zur letzten Seite
gab es Spannung, Action und ständig neue Wendungen. Ich werde von nun an
bestimmt öfter zu einem von Sebastian Fitzeks Büchern greifen.
Dieses Buch ist für alle etwas, die ein Faible für
Verschwörungstheorien, ganz viel Action und tolle Charaktere hat! 
Sein neustes
Buch, „Das Paket“ erscheint im Oktober 2016 und ich freue mich
jetzt schon sehr darauf!
Lg
Levenya
Verlag
Bastei Lübbe 
Hier
kaufen!
Fakten:
Gebundene
Ausgabe:
432 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover / 26. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785725450
ISBN-13: 978-3785725450
Vom
Hersteller empfohlenes Alter:
Ab 16
Jahren
Preis: 19,99€

1 Comment

  1. Hallo! 🙂
    Vielen lieben Dank für deine (gelungene) ausführliche Rezi! Du hast bei mir echt die ´Neugier geweckt. Ich bin bereits Fitzek-Fan, war aber von seinen neuen Werken (Zumindest von den Klappentexten) immer ziemlich abgeschreckt, da sie nie nach Fitzek klangen.

    Kennst du denn schon "Der Nachtwandler" und die beiden "Augen"-Thriller? Die sollte man gelesen haben!

    Liebe Grüße
    – Peter
    http://petersbuecherkiste.blogspot.com/

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