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Rezension “Eine wie Alaska”

Eine wie
Alaska
Image
© Marina Waters
John Green gehört zu den Popstars
unter den jungen Autoren. Seine Bücher wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit
der CORINE, dem Printz Award und dem Deutschen Jugendliteraturpreis.
Der 1977 geborene Autor studierte Englische Literaturwissenschaft
und Vergleichende Religionswissenschaft. Schon mit seinem Debüt ›Eine wie
Alaska‹ erlangte er Kultstatus unter den jugendlichen Lesern. Auch seine
Jugendromane ›Die erste Liebe – nach 19 vergeblichen Versuchen‹ und ›Margos
Spuren‹ wurden vielfach ausgezeichnet und fanden ein großes Echo beim Publikum
und in der Presse. Mit ›Das Schicksal ist ein mieser Verräter‹ erstürmte John
Green die Bestsellerlisten, gewann den Deutschen Jugendliteraturpreis und löste
bei jugendlichen wie erwachsenen Lesern Begeisterung aus.
John Green ist außerdem begeisterter Blogger, der gemeinsam mit
seinem Bruder die Vlogbrothers gegründet hat. Mit seiner Frau und seinen beiden
Kindern lebt er in Indianapolis. Quelle

Website des
Autors!
Erster
Satz:
„Eine Woche bevor ich Florida verließ, um den Rest meiner Jugend in
einem Internat in Alabama zu verbringen, ließ sich meine Mutter nicht davon
abbringen, eine Abschiedsparty für mich zu geben.“
Klappentext:
Miles hat die Schule gewechselt. Auf dem
Internat verknallt er sich in die schöne Alaska. Sie ist das Zentrum ihres
Sonnensystems, der magische Anziehungspunkt des Internats. Wer um sie kreist,
ist glücklich und verletzlich gleichermaßen, euphorisch und immer nah am
Schulverweis. Alaska mag Lyrik, nächtliche Diskussionen über philosophische
Absurditäten, heimliche Glimmstängel im Wald und die echte wahre Liebe. Miles
ist fasziniert und überfordert zugleich. Dass hinter dieser verrückten,
aufgekratzten Schale etwas Weiches und Verletzliches steckt, ist
offensichtlich. Wer ist Alaska wirklich?
Mit Anmut und Humor, voller Selbstironie und sehr charmant erzählt
Green die zu Tränen rührende Geschichte von Miles, in dessen Leben die Liebe
wie eine Bombe einschlägt.
Cover:
Das Cover hat mich ehrlich
gesagt nicht so angesprochen, deswegen mag ich da gar nicht mehr zu sagen.
Meinung:
Von John Green habe ich bereits mit großer Begeisterung und ganz
viel Tränen Das Schicksal ist ein mieser Verräter  und Margos Spuren gelesen. Deshalb
stand für mich fest, dass ich unbedingt mehr von ihm lesen möchte und habe
jetzte zu „Eine wie Alaska“ gegriffen und es nicht bereut.
Das Buch wird uns von Miles
Halter
erzählt und wir beginnen 136 vorher. Das Buch ist in „Davor“ und „Danach“
eingeteilt. Warum, das erfährt man im Verlauf der Geschichte und das möchte ich
nicht spoilern.
Miles ist ein ganz normaler und
durchschnittlicher Schüler, der beschließt, zur 11. Klasse die Schule zu
wechseln. Von Florida geht es auf ein Internat in Alabama, auf dem auch schon
sein Vater gewesen war. Er selbst sieht sich als Außenseiter und Loser, der
keine Freunde hat. Im ersten Moment war ich etwas verwirrt von Miles und konnte
ihn nicht richtig einordnen. Nachdem er aber in seinem neuen Zimmergenossen
Chip einen Freund gefunden und durch ihn die wunderbare Alaska kennen gelernt
hat, blüht Miles richtig auf. Er ist mir richtig ans Herz gewachsen und vor
allem seine Schwäche für „letzte Worte“ hat ihn mir so richtig sympathisch
gemacht. Durch seine neuen Freunde erlebt er endlich ein richtiges
Teenagerleben mit allem drum und dran: der ersten Liebe, heimlich rauchen,
Streiche und Partys. Vor allem Alaska ist es, die ihn mehr und mehr in ihren
Bann zieht.
Als Alaska einer schrecklichen Tragödie zum Opfer fällt, bricht
auch für Miles eine Welt zusammen und er stellt sich unweigerlich die Frage,
wer ist Alaska überhaupt?
In diesem Buch entwickelt sich Miles von einem Außernseiter und
Loser hin zu einem jungen Mann, der wahre Freundschaft erlebt und durch
schreckliche Ereignisse das Leben zu schätzen lernt.
Ihm zur Seite steht die quirlige Alaska Young, die jeden in ihren Bann schlägt. Sie ist sehr
aufgeweckt, stets zu Streichen aufgelegt und eine echte Rebellin. Sie liebt
Lyrik, Bücher und philosophiert für ihr Leben gerne. Sie ist stets aufgekratzt und
auch ein bisschen verrückt, was Miles gerade an ihr bewundert. Ehrlich gesagt
bin ich mit Alaska nicht wirklich warm geworden, obwohl ich gut verstehen
konnte, warum gerade der so normale Miles dermaßen fasziniert von ihr war. Als Alaska
eine schrecklich Tragödie ereilt, wird ihren Freunden erst klar, wie wenig sie
Alaska überhaupt kennen und wie sie in wirklich ist.
Die anderen Charaktere, wie Chip
oder Lara, haben mir ebenfalls alle
sehr gut gefallen. John Green schafft es auch in diesem Buch wieder, seine
Charaktere authentisch, sympathisch und erfrischend ehrlich zu kreieren. Er
gibt seinen Charakteren eine Tiefe, die man in einem Jugendbuch nicht erwarten
würde und die man oft erst auf den zweiten Blick erkennt.
„Verdammt, ich will keine
von denen sein, die auf der Couch hocken und immer nur davon reden, was sie mal
Großes tun wollen.
Ich will es tun.“

Die Geschichte um Alaska beginnt wunderbar erfrischend, humorvoll
und locker. Eine Geschichte über das Erwachsenwerden, erste Liebe, Partys und
verbotene Dinge. Erst mit der Tragödie merkt man, welch bedrückende und ernste
Thematik sich in dem Buch verbirgt. Ich musste kräftig schlucken.
Das Buch zeigt, wie zerbrechlich die Menschen sind und wir kurz und
endlich das Leben ist. Es ist ein Buch über Freundschaft, Verlust, Trauer, Tod
und Schuld, das einem zum Nachdenken anregt und einen sehr anrührt. Es ist
keine typische Teenagergeschichte, die sich um die erste große Liebe dreht. Viel
mehr werden so ernste Fragen nach dem Sinn und der Endlichkeit des Lebens in
den Fokus gerückt. Was zählt wirklich und welches würden die letzten Worte
sein.
Ich persönlich habe nicht mit so einer ernsten und schweren
Thematik gerechnet und muss sagen, dass der Autor es ganz wunderbar authentisch
umgesetzt hat.
Der Autor hat einen sehr klaren, eindrucksvollen und anschaulichen
Schreibstil, der einen ziemlich nahe geht. Mit sehr viel Charme, Witz und Ernst
erzählt uns John Green die Geschichte von Miles und Alaska. Es ist eine
Geschichte über Freundschaft, den Sinn des Lebens, Schuld und Trauer. Sie  lässt uns alle einen Moment inne halten, das
Leben bewundern und, so hoffe ich, es noch mehr zu schätzen wissen.
„Dein ganzes Leben
steckst du in dem Labyrinth fest und denkst daran, wie du ihm eines Tages
entfliehst und wie geil dann alles wird, und die Vorstellung von dieser Zukunft
hält dich am Laufen, aber am Ende tust du es nie. Du hast die Zukunft einfach
nur benutzt um aus der Gegenwart zu fliehen.”

 „Eine wie Alaska“ war für mich ein großartiges
Buch, das mit seinen authentischen und sympathischen Charakteren, der Frage
nach dem Sinn und der Endlichkeit des Lebens und seinen letzten Worten besticht.
Ich kann dieses tolle Buch jedem empfehlen, der ein Geschichte voller Leben,
Trauer, Freundschaft, Liebe und Schuld  lesen
will und zudem eine ernste und bedrückende Thematik vertragen kann. Dann seid
ihr hier genau richtig. Mit John Green kann man gar nichts falsch machen!
Lg
Levenya
Verlag
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Fakten:
Taschenbuch:
304 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juni 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423624035
ISBN-13: 978-3423624039
Vom
Hersteller empfohlenes Alter:
12 – 14
Jahre
Originaltitel:
Looking for Alaska
Preis: 9,95€

4 Comments

  1. Das deutsche Cover ist tatsächlich mehr als schrecklich, ich kann verstehen, dass du nicht mehr als einen Satz darüber schreiben wolltest 😉

    Eine wie Alaksa ist mein Lieblingsbuch von Green, auch wenn man sich wirklich sehr schwer entscheiden kann! Das Schicksal ist ein mieser Verräter ist einfach zu herzzerreißend!
    Hast du schon Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen) gelesen? Im Originalen heisst es "An abundance of Katherines". Das Buch kann ich auch auf jeden Fall weiterempfehlen!!

    Liebe Grüße
    Tamara

  2. Hallo 🙂
    Schön, dass dir das Buch so gut gefallen hat. Ich mochte es leider nicht so. Aber ich werde John Green noch eine Chance mit "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" geben. Denn ich finde auch, dass er wirklich gut schreiben kann. Die Zitate die du ausgewählt hast, sind wirklich toll! Kann schon verstehen, warum dir das Buch gefiel. Miles mit seinen letzten Worten war wirkliche etwas Besonderes. Aber irgendwie mochte ich Alaska einfach nicht…
    Schöne Rezension!
    Ganz liebe Grüße,
    Julia

    1. Hey,
      mit Alaska bin ich auch nicht wirklich warm geworden, aber, genau wie es dir erging, mit Miles dafür umso mehr.

      Ich kann dir "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" nur empfehlen. Mir hat es unglaublichh gut gefallen und sehr bewegt. Wie es eigentlich alle von John Greens Büchern bis jetzt getan haben 🙂

      Ich freue mich, dass dir meine Rezi gefällt!

      Lg
      Levenya

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